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Siegmar-Schönau

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Der Bau der Kirche erfolgte am 12. Mai 1885 unter Leitung des Chemnitzer Baumeisters Robert Schober nach Entwürfen von Professor Knote-Seeck aus Görlitz.
Am 9. Januar 1887 wurde die Kirche vom Superintendent Michael eingeweiht und war von da an für die Einwohner Schönaus und Neustadt (damals gab es diesen Stadtteil noch) offen.
Bei der Umbenennung 1936 in Lutherkirche hatten die Gemeinden Schönau und Neustadt über 7000 Einwohner. Trotz größeren Schäden durch Zerstörungen im 2. Weltkrieg erstrahlt die Kirche noch heute in Ihren schönen Glanz.
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Das Rittergut Höckeriicht wurde erstmals 1375 als Herrensitz erwähnt. 1527 wurde ein Vorwerk erwähnt, seit 1696 ein Rittergut. Als Kanzleilehngut fand es 1875 Erwähnung. Es handelte sich um ein Einzelgut. Höckericht ging im heutigen Stadtteil Neustadt auf. 1925 gehörte es mit 147 ha zur Stadt Chemnitz welche als Pächter die Hermann und Alfred Escher AG zuieß.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurdn die rittergütlichen Flächen zum Staatsgut Höckericht umgewandelt. Während die Wirtschaftsgebäude einem Industriegebiet weichen mussten, nutzt eine Rechtsanwaltskanzlei das Herrenhaus.
Quelle: www.sachsens-schlösser.de
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Das Rathaus Siegmar welches zwischen der Gaußstraße (frühere Rathausstraße) und der Alten Mühle (frühere Moßigmühle) liegt, grenzt direkt an den Siegmarer Park.
Das Gelände dafür wurde 1902 im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Bau des Rathauses durch die Gemeinde käuflich unter der Bedingung erworben, dass es stets unbebaut und in gepflegtem Zustand erhalten bleiben sollte. Auf Betreiben des Ortsvorstehers und späteren Bürgermeisters Max Klinger wurde der Park gegenüber dem 1904 erbauten Rathaus in der ehemaligen Aue des Kappelbaches auf feuchtem und sumpfigem Grund angelegt.
Der Siegmarer Park (damaliger Rathauspark) wurde in den Jahren 1907 und 1908 durch den Landschaftsgärtner Schwarz aus Einsiedel auf ca. 1,5 Hektar Fläche im Stil eines Landschaftsparks mit regelmäßigen Teilen geschaffen. Er stellte einen „Stadtpark" des ausgehenden 19. Jahrhunderts dar, der den Wohlstand der Gemeinde und ihrer Bürger repräsentierte.
Der regelmäßig gestaltete Bereich befand sich neben dem Rathaus. Der landschaftliche Teil war geprägt durch den das Gelände umgebenden Rundweg mit seinen lang gezogenen Kurven, der dem Park als Gerüst diente. Gestaltungsmittel waren zudem die dabei geformten Rasenflächen und der Baumbestand, bestehend aus Koniferen als Blickpunkte und verschiedenen Arten von Laubbäumen. Wegbegleitende Baum- und Strauchgruppen ließen interessante Blickbeziehungen entstehen. Das Wasser in Form des Parkteiches mit seinem natürlich gestalteten Ufer stellte das Herz des Parkes dar. Als Blickpunkt diente die Bogenbrücke über den Teich. In den 20er Jahren zierte ihn eine Fontäne. Das Ufer wurde mit Findlingen, Azaleen und besonderen Bäumen, wie zum Beispiel einer Hängeweide, gestaltet. Neben dem Teich wurde ein künstlicher Hügel aufgeschüttet, der, mit Kastanien umstanden und mit einer weißen Rundbank gestaltet wurde.
Quelle: Buch Siegmar-Schönau Die Stadt vor der Stadt
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| Siegmar hatte sein 1896 ein eigenes Elektrizitätswerk für Gleichstrom, welches 1906 erweitert und auf Wechselstrombetrieb umgestellt wurde. Später erfolgte eine Erweiterung mit den Stadtteilen Schönau und Stelzendorf. Dadurch wurde Siegmar zum Sitz des Verbandes mehrerer westsächsischer Unternehmen der Stromerzeugung und -verteilung in der „AG Sächsische Werke", was das durch seine künstlerische Reliefgestaltung ansprechende Verwaltungsgebäude in der heutigen Gaußstraße 3 zeigt. Später wurde ein Teil der Verwaltungsaufgaben vom nebenanliegenden Rathaus mit übernommen. |


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| 1899 kaufte die Alfred Escher, Sohn von Hermann Escher das Gelände an der Zwickauer Straße in Siegmar und baute hier eine Werkzeugmaschinenfabrik. Später vereinigten sich beide Werke zur „Alfred und Hermann Escher Aktiengesellschaft". Das Werk Siegmar wurde 1953 in VEB Großdrehmaschinenbau “8.Mai” Karl-Marx-Stadt und 1992 in NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH Chemnitz umbenannt. |


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Von den kleineren gastronomischen Einrichtungen Schönaus mit überwiegend Bierkneipencharakter ist in erster Linie der Gasthof „Zum Hirsch" (Carl-Hertel-Straße 8) zu nennen. Etwa eine Minute von der Haltestelle der Straßenbahnlinie Chemnitz-Reichenbrand entfernt, entstand sein Neubau mit Wohnhaus in den Jahren 1911 bis 1913 an der Stelle der früheren Restauration, einem unscheinbaren Flachbau.Unter seinem Eigentümer Walter Hirsch trafen sich in den Gasträumen und in dem schattigen Biergarten vor allem die Mitglieder einer Reihe ansässiger Vereine (vor allem aus der Sportszene des Ortes und dem Sparverein) sowie die Angehörigen die Freiwilligen Feuerwehr. So war hier beispielsweise der Sitz des Arbeiter-Fahrradbundes „Solidarität". Als marxistischer Verein eingestuft, musste er 1933 seine sportlichen Aktivitäten einstellen.
Die bisherige Tradition setzte der Nachfolger, Rudi Hirsch, in der Zeit von 1929 bis 1964 fort, wobei die Auswirkungen des Krieges zu Einschränkungen des Gaststättenbetriebes führten. Da die Schönauer Schule von 1944 an als Lazarett diente, wurde der Schulunterricht zu einem Teil in die Gasträume des Lokals „Zum Hirsch" verlegt.
Bis 1998, also über die Zeit der politischen Wende des Landes hinaus, betrieb die Familie Gehrke als Pächter die Gaststätte. Seit es zu Erbstreitigkeiten der Eigentümer kam steht das Gebäude leer.
Quelle: u.a. Siegmar- Schönau. Die Stadt vor der Stadt, Heiner Matthes, Jörn Richter [978-3-910186-42-2]
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Der Neubau des Gebäudes an der Zwickauer Straße erfolgte 1857 durch den Besitzer Christian Friedrich Lohs. Der Strumpfwirkermeister produzierte vorwiegend Wirkwaren und Strickhandschuhe. Nach dessen Tod 1897 führten seine Söhne den Betrieb weiter.
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Das ehemalige Familienbad am heutigen Südring, musste schon 1936 schließen. Das nahe gelegene Jagdschänkenbad bot die besseren Bedingungen, so dass sich nur noch die Kinder im sich zerfallenen Bad aufhielten. Durch die damit bedingte Aufwirbelung des Untergrundes und die fehlende Reinigung, erhielt das Bad den Namen "Kakauteich". Heute werden hier Karpfen gezüchtet.
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